Das Wichtigste in Kürze
- Onpage-SEO umfasst alles, was Sie auf der Seite selbst steuern: Title, Überschriften, Text, interne Links, Bilder und strukturierte Daten.
- Jede Seite sollte ein klares Thema und eine Suchintention abdecken. Die meisten Onpage-Probleme beginnen bei Seiten, die zu viel auf einmal wollen.
- Schreiben Sie Titles und Überschriften zuerst für Menschen. Google schreibt Titles um, die die Seite nicht gut beschreiben.
- Strukturierte Daten verbessern Rankings nicht direkt, können Ihr Suchergebnis aber für erweiterte Darstellungen in der Suche berechtigen.
Was Onpage-SEO umfasst
Onpage-SEO ist die Optimierung einzelner Seiten, damit Suchmaschinen verstehen, worum es geht, und Nutzer finden, weshalb sie gekommen sind. Es umfasst die Elemente, die Sie direkt im Inhalt und im HTML der Seite steuern, im Unterschied zu Links von anderen Websites oder technischen Einstellungen auf Serverebene.
Bevor Sie ein Element der folgenden Liste anfassen, stellen Sie sicher, dass die Seite eine klare Aufgabe hat. Sie sollte auf ein Haupt-Keyword und dessen enge Varianten abzielen, mit einer einzigen Intention dahinter. Wenn Sie Keywords noch nicht den Seiten zugeordnet haben, beginnen Sie mit unserem Leitfaden zur Keyword-Recherche, denn Onpage-Arbeit am falschen Ziel zahlt sich nicht aus.
Nutzen Sie diesen Artikel als Checkliste. Gehen Sie für jede wichtige Seite die Abschnitte der Reihe nach durch und notieren Sie, was zu beheben ist.
Title-Tags, Meta-Descriptions und URLs
Title-Tags, Meta-Descriptions und URLs machen den Großteil dessen aus, was Menschen in den Suchergebnissen von Ihrer Seite sehen. Sie verdienen daher die größte Sorgfalt. Bringen Sie sie auf jeder wichtigen Seite in Ordnung, bevor Sie an etwas anderem arbeiten.
Title-Tags
Der Title-Tag ist das wichtigste Onpage-Element, weil Google ihn oft als anklickbare Überschrift in den Suchergebnissen verwendet. Er sollte die Seite genau beschreiben, das Haupt-Keyword enthalten und Menschen einen Grund zum Klicken geben.
- Geben Sie jeder Seite einen eigenen Title. Doppelte Titles auf vielen Seiten erschweren es Google, die Seiten zu unterscheiden.
- Setzen Sie das Haupt-Keyword nah an den Anfang, natürlich formuliert.
- Halten Sie ihn knapp. Google legt keine feste Zeichengrenze fest, aber lange Titles werden in den Ergebnissen abgeschnitten. Rund 50–60 Zeichen sind daher ein sinnvolles Ziel.
- Ergänzen Sie den Markennamen am Ende, wenn Platz ist, getrennt durch einen Bindestrich oder senkrechten Strich.
- Packen Sie nicht mehrere Keyword-Varianten in einen Title.
Google schreibt Ihren Title in den Ergebnissen womöglich um, wenn er zu lang ist, mit Keywords überladen ist oder nicht zur Seite passt. Bemerken Sie das bei Ihren wichtigen Seiten, ist das ein Signal, den Title aussagekräftiger zu formulieren.
Meta-Descriptions
Die Meta-Description ist eine kurze Zusammenfassung, die Google unter dem Title in den Suchergebnissen anzeigen kann. Sie ist kein Rankingfaktor, aber eine klare Beschreibung kann den Anteil der Menschen erhöhen, die auf Ihr Ergebnis klicken.
- Schreiben Sie für jede wichtige Seite eine eigene Description, die zusammenfasst, was der Leser bekommt.
- Peilen Sie ein bis zwei Sätze an, rund 140–160 Zeichen, damit sie seltener abgeschnitten wird.
- Bauen Sie das Haupt-Keyword natürlich ein. Google hebt Wörter, die zur Suchanfrage passen, oft fett hervor.
Google ersetzt Meta-Descriptions häufig durch Text von der Seite, wenn dieser aus Sicht von Google besser zur Suchanfrage passt. Das ist normal, und dagegen müssen Sie nicht ankämpfen.
URLs und Canonicals
Saubere, lesbare URLs machen Seiten leichter verständlich und teilbar. Keines dieser Details verändert Rankings allein grundlegend, sie verhindern aber vermeidbare Probleme.
- Verwenden Sie kurze, beschreibende URLs mit durch Bindestriche getrennten Wörtern, etwa
/blog/on-page-seo/. - Ändern Sie keine URLs von Seiten, die bereits ranken. Wenn es sein muss, richten Sie eine 301-Weiterleitung von der alten Adresse ein.
- Prüfen Sie, ob die Seite ein selbstreferenzierendes Canonical-Tag hat, sofern sie nicht bewusst auf eine andere URL verweist.
- Stellen Sie sicher, dass die Seite auf Mobilgeräten gut funktioniert, da Google die mobile Version für die Indexierung nutzt.
Überschriften und Seitenstruktur
Überschriften zeigen Lesern und Suchmaschinen, wie der Inhalt aufgebaut ist. Verwenden Sie eine H1, die das Thema der Seite nennt, dann H2s für die Hauptabschnitte und H3s für Unterabschnitte.
- Die H1 sollte inhaltlich nah am Title-Tag liegen und das Haupt-Keyword enthalten.
- H2s sollten sich wie ein Inhaltsverzeichnis lesen. Wer nur die Überschriften überfliegt, sollte verstehen, was die Seite behandelt.
- Nutzen Sie Neben-Keywords und häufige Fragen als H2s, wo sie natürlich passen.
- Überspringen Sie keine Überschriftenebenen aus gestalterischen Gründen. Wenn Sie größeren Text möchten, ändern Sie das CSS, nicht die Überschriftenebene.
Eine klare Struktur hilft Ihren Inhalten auch, in Funktionen wie Featured Snippets und in KI-generierten Antworten zu erscheinen, die meist auf klar abgegrenzte Abschnitte zurückgreifen, die eine Frage direkt beantworten.
Qualität und Relevanz der Inhalte
Der Inhalt selbst ist der Kern von Onpage-SEO: Er muss die Suchanfrage besser und klarer beantworten als die Seiten, die bereits ranken. Googles Leitlinien zu hilfreichen Inhalten fragen, ob eine Seite in erster Linie für Menschen geschrieben ist, echte Expertise zeigt und den Leser zufrieden zurücklässt.
Was Sie auf jeder Seite prüfen sollten
- Antwort zuerst: Geben Sie die direkte Antwort weit oben. Lassen Sie Leser nicht erst durch eine Einleitung scrollen.
- Abdeckung: Sehen Sie sich die Top-Ergebnisse für Ihr Keyword und die Fragen unter „Ähnliche Fragen“ an. Decken Sie die Unterthemen ab, die ein Leser erwartet.
- Erfahrung und Detailtiefe: Ergänzen Sie Einzelheiten, die nur jemand kennt, der die Arbeit tatsächlich macht, etwa Schritte, Beispiele, Preise, technische Daten oder Einschränkungen.
- Lesbarkeit: kurze Absätze, einfache Sprache, Listen für Schritte und Optionen sowie Tabellen für Vergleiche.
- Aktualität: Aktualisieren Sie Fakten, Screenshots und Preise, die sich geändert haben. Ändern Sie nicht nur das Datum.
Keywords im Text
Verwenden Sie das Haupt-Keyword im ersten Absatz und danach dort, wo es natürlich passt. Suchmaschinen verstehen Synonyme und verwandte Begriffe, eine Ziel-Keyword-Dichte gibt es daher nicht. Eine Formulierung unnatürlich oft zu wiederholen, ist Keyword-Stuffing, das Googles Spamrichtlinien ausdrücklich nennen.
Interne Links
Interne Links verbinden Ihre Seiten, helfen Google, sie zu entdecken und zu verstehen, und geben Autorität von starken Seiten an die Seiten weiter, die ranken sollen. Meiner Erfahrung nach gehören sie zu den am wenigsten genutzten Onpage-Hebeln.
- Verlinken Sie von relevanten, gut verlinkten Seiten auf die Seite, die Sie optimieren.
- Verwenden Sie aussagekräftige Ankertexte, die Lesern sagen, was sie erwartet. „Lesen Sie unseren Leitfaden zu hreflang“ ist besser als „hier klicken“.
- Stellen Sie sicher, dass jede wichtige Seite mit wenigen Klicks von der Startseite aus erreichbar ist.
- Korrigieren Sie Links, die auf Weiterleitungen oder defekte Seiten zeigen, damit keine Autorität verloren geht.
- Übertreiben Sie es nicht. Eine Handvoll nützlicher, kontextueller Links schlägt einen Block keywordlastiger Links am Seitenende.
Bilder und Medien
Bilder brauchen aussagekräftige Dateinamen, Alt-Texte und sinnvolle Dateigrößen, damit Suchmaschinen sie verstehen und Seiten schnell laden. Die Bildersuche kann bei Produkten und visuellen Themen außerdem nennenswerten Traffic bringen.
- Alt-Text: Beschreiben Sie in einer kurzen Formulierung, was das Bild zeigt. Alt-Texte sind auch für die Barrierefreiheit wichtig, da Screenreader sie vorlesen.
- Dateinamen: Verwenden Sie Wörter, etwa
blue-running-shoe-side.jpg, stattIMG_4821.jpg. - Größe und Format: Komprimieren Sie Bilder und verwenden Sie moderne Formate wie WebP oder AVIF, wo sie unterstützt werden. Große Bilder sind eine häufige Ursache für einen langsamen Largest Contentful Paint.
- Abmessungen: Setzen Sie die Attribute width und height, damit sich das Layout beim Laden der Bilder nicht verschiebt.
- Lazy Loading: Laden Sie Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs verzögert, aber nicht das Hauptbild oben auf der Seite.
Geschwindigkeit und Layoutstabilität sind Teil der Core Web Vitals. Unser Leitfaden zu den Core Web Vitals erklärt die Grenzwerte und wie Sie sie messen.
Strukturierte Daten (Schema-Markup)
Strukturierte Daten sind Code, meist im Format JSON-LD, der den Inhalt der Seite mit einem standardisierten Vokabular von schema.org beschreibt. Sie helfen Google, die Seite zu verstehen, und können sie für Rich Results wie Produktpreise, Bewertungssterne oder Breadcrumbs berechtigen.
Gängige Typen, die sich lohnen:
| Schema-Typ | Einsatz auf | Möglicher Nutzen |
|---|---|---|
| Organization | Startseite oder Über-uns-Seite | Hilft Google, Ihre Marke, Ihr Logo und Ihre Profile zu verstehen |
| Product mit Offer | Produktseiten | Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen in den Ergebnissen |
| Article | Blogbeiträge und News | Klarere Angaben zu Autor und Datum |
| BreadcrumbList | Jede Seite mit Breadcrumbs | Breadcrumb-Pfad in den Ergebnissen |
| LocalBusiness | Standortseiten | Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktdaten |
Zeichnen Sie nur Inhalte aus, die auf der Seite sichtbar sind, und testen Sie sie mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google. Strukturierte Daten machen Sie für Rich Results berechtigt, garantieren sie aber nicht, und sie sind kein direkter Rankingfaktor.
So arbeiten Sie die Checkliste ab
Beginnen Sie mit den Seiten, die dem Umsatz am nächsten sind, und mit denen, die bereits auf Seite zwei ranken, denn dort zeigen kleine Onpage-Verbesserungen am schnellsten Wirkung. Suchen Sie in der Google Search Console nach Seiten mit vielen Impressionen, aber niedriger Klickrate. Bessere Titles und Descriptions helfen dort oft zuerst.
Bringen Sie eine Seite vollständig in Ordnung, bevor Sie zur nächsten gehen, und führen Sie ein einfaches Protokoll, was Sie wann geändert haben. So können Sie Änderungen mit Bewegungen in der Search Console in Verbindung bringen. Wenn Sie einen zweiten Blick auf Ihre wichtigsten Seiten möchten, priorisiert ein SEO-Audit die Onpage-Korrekturen nach Wirkung, damit Sie wissen, wo Sie anfangen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Onpage- und Offpage-SEO?
Onpage-SEO umfasst alles, was Sie auf Ihren eigenen Seiten steuern, etwa Titles, Inhalte und interne Links. Offpage-SEO umfasst Signale von anderen Stellen im Web, vor allem Links und Markenerwähnungen auf anderen Websites.
Wie lang sollte ein Title-Tag sein?
Google legt keine feste Grenze fest, aber Titles mit mehr als etwa 60 Zeichen werden in den Ergebnissen oft abgeschnitten. Peilen Sie einen knappen, aussagekräftigen Title mit dem Haupt-Keyword nah am Anfang an.
Beeinflussen Meta-Descriptions das Ranking?
Nein, Google nutzt Meta-Descriptions nicht als Rankingfaktor. Eine gute Description kann aber die Zahl der Menschen erhöhen, die auf Ihr Ergebnis klicken.
Verbessert Schema-Markup die Rankings?
Nicht direkt. Strukturierte Daten helfen Google, Ihre Inhalte zu verstehen, und können Seiten für Rich Results berechtigen, was die Klickrate verbessern kann.